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Pressemitteilung:
20. Juli 2009
Versorgungssicherheit im Norden der Gemeinde Kirchlengern durch aktive Maßnahmen sichern und ausbauen

Kirchlengern/Klosterbauerschaft Andreas Zels, Abteilungsleiter Senioren bei der AWO Ostwestfalen-Lippe und SPD-Bürgermeisterkandidat Stefan Tödtmann informierten vor etwa 30 Zuhörern in Klosterbauerschaft über die Versorgungssicherheit im ländlichen Raum und gaben wichtige Tipps für die künftige Entwicklung.

Auch in Kirchlengern muss der demografische Wandel berücksichtigt und zu einem langfristigen Thema gemacht werden. „Wir werden weniger und älter“, sagte Stefan Tödtmann. Prognosen zu Folge wird die Bevölkerungszahl bis zum Jahr 2025 zwar nur leicht zurückgehen, der Altersdurchschnitt sich aber deutlich erhöhen. Vor diesem Hintergrund hat sich der SPD Bürgermeisterkandidat ein klares Ziel gesetzt. „Wir müssen die Infrastruktureinrichtungen, d. h. Einkaufs-, Versorgungs-, Lebens- und Wohnmöglichkeiten anpassen. Parallel dazu müssen wir für ein besseres Beratungsangebot sorgen und auch Anreize für den Erhalt der Wohnsubstanz bieten“, erklärte Stefan Tödtmann.
AWO-Abteilungsleiter Andreas Zels belegte, dass die meisten Menschen auch im Alter zunächst noch in den eigenen vier Wänden leben möchten. „Rund 40 Prozent unserer Befragten wollen zu Hause von Pflegepersonal oder den eigenen Kindern versorgt werden“, sagte Zels. Auch eine Umfrage unter den Gästen im Saal des Alttraktorenvereins Klosterbauerschaft bestätigte diesen Trend. Doch Zels gab gleich ein paar Bedenken und Ratschläger mit auf den Weg: „Erst einmal können Senioren ihr Haus anpassen und es barrierefrei machen. Doch was ist, wenn eine höhere Pflegestufe erreicht wird. Darüber sollte man sich schon früh Gedanken machen.“ Er schlug als Lösung alternative Wohnformen, wie betreutes Wohnen oder Senioren-Wohngemeinschaften vor. Das ist auch die Ansicht von Stefan Tödtmann. „Bei alternativen Wohnformen ist Bedarf und auch das Interesse der Menschen ist da. Hier müssen wir ansetzen“, sagte der SPD-Kandidat. Seiner Ansicht nach müssen Konzepte entwickelt werden, wie man die Ortsteile attraktiver gestalten könne. Auf diese Weise könne man auch dem Trend der steigenden Zahl von leer stehende Häusern, die aktuell bei 130 liegt, entgegen wirken.
Auf den Norden der Gemeinde Kirchlengern bezogen hat sich Stefan Tödtmann u. a. zum Ziel gesetzt, eine moderne Senioreneinrichtung anzusiedeln. „Das klassische Pflegeheim in Klosterbauerschaft ist nur ein Baustein, die Zukunft liegt aber in anderen Wohnformen. Hier unterstütze ich das Anliegen des SPD-Ortsvereins, der sich seit vielen Jahren konsequent für eine solche Einrichtung ausspricht“, so Stefan Tödtmann, der dies auf dem ehemaligen Brunshusgelände wie auch an anderen Standorten in Zentrumsnähe für umsetzbar hält.

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